Foradori

Auf dem Weg, ihren Weinen noch mehr Individualität, Charakter, Qualität, Regionalität - und Seele - zu verleihen, ging die Trentiner Winzerin Elisabetta Foradori erneut einen Schritt weiter. Mit den beiden Teroldego-Crus Morei und Sgarzon aus dem flachen Campo Rotaliano bei Mezzolombardo brachte sie 2011 ihre ersten Amphorenweine auf den Markt. Inzwischen sind diese Weine so etabliert und bei Weinkennern geschätzt, dass weitere namhafte Weingüter diesen Schritt eingeschlagen haben.

?Damit bekommt der Teroldego ein neues Gesicht. Denn als Lagenwein hat diese Rebsorte keine Tradition. Bisher habe ich meine Weine als Cuvées aus verschiedenen Lagen abgefüllt?, sagt Elisabetta, die sich der nur im Trentino heimischen Sorte seit 25 Jahren so intensiv widmet wie sonst niemand. Wenn jemand außerhalb Italiens Teroldego kennt, dann meist wegen Foradori. Heute sind der Name der Winzerin und die Rebsorte untrennbar miteinander verschmolzen, wurden geradezu Synonyme.

Die Zeit sei reif gewesen und der Boden habe sich dank der Biodynamik, auf welche die Winzerin inzwischen umgestellt hatte, gut erholt. Elisabetta ist überzeugt: ?Ohne die biodynamischen Präparate würden die Weingärten ihren jeweiligen Charakter nicht so deutlich zeigen. Die Bewirtschaftung der Weingärten und die Weinbereitung auf biodynamischer Grundlage bringen die Unterschiede der einzelnen Terroirs so gut zur Geltung, dass ich mich entschlossen habe, aus den Lagen Morei und Sgarzon jeweils einen eigenen Teroldego zu produzieren ? in Amphoren.? Denn in keinem anderen Gefäß bekämen der Weingarten, die Rebsorte und der Wein ein so klares Profil, eine so deutliche Charakteristik wie in den 400 Liter fassenden Ton-Amphoren.

?Die Amphore ist ein wunderbares Gefäß. Die Trauben haben die Energie des gesunden Bodens in sich, Material und Form der Amphore stellen die Verbindung zwischen Kosmos und Erde her. Da die Amphoren, anders als Holzfässer, geschmacksneutral sind, bringen sie die Reinheit der Rebsorte und der Böden verstärkt zum Ausdruck.?